Privatzimmer in Loft

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Sonnenschirm

Innenansicht

Ein Rundgang durch die Casa Rosa & Emilio
mit Dieter Emil Baumert

Der Rundgang beginnt im Salotto. Er ist der Leica-Digilux am nächsten. Und gleich nach der Türe des Privattraktes von Rosa und Emilio steht der beleuchtete Geschirrschrank. Der Schrank ist vom italienischen Küchenhersteller Boffi. Dagmar macht immer den Joke "meine Oma hat nen Geschirrschrank mit Beleuchtung", doch Sara, ihre Enkelin, ist noch zu jung, um den Spaß zu verstehen.

Cappuccino-Tasse

Das Photo zeigt eine Cappuccino-Tasse. Ich mag sie, ihre dicken Wände lassen den Kaffee besonders intensiv wirken. Die Tasse in der Hand, lässt Dich spüren: Du bist in Italien, dem Land des guten Kaffees. Geniesse ihn, fühle das schwere Porzellan, lass Deine Zunge entlang gleiten. Nimm ihren Inhalt auf. Sei hier.

Gefäß

Die Basler Töpferin Ruth Schelling Toscan hat dieses wunderschöne Gefäß entworfen und getöpfert. In ihm serviere ich oft indischen Reis oder eine andere asiatische Köstlichkeit. Die Farbe ist ein tiefes Ocker und ein tiefes Schwarz. Es könnte aus einem japanischen Kloster stammen und die japanischen Wurzeln der Töpferin sind hier besonders deutlich zu spüren. Die kleinen Heber im Vordergrund haben Bambusgriffe und es ist eine sanfte Freude, mit ihnen den leckeren Basmati-Reis zu schöpfen.

Unsere Eierbecher

Unsere Eierbecher
Von Ingrid stammen die Eierbecher aus Holz, die in ihrem Ring Platz für das feine grobe Meersalz aus der Gironde bieten. Dagmars Lieblingsbecher hat auch Platz für den Löffel. Mein Eierbecher stammt aus der deutschen Bauhaustradition, eine der wenigen Bauhausdesignerinnen, Marianne Brandt hat ihn entworfen, und seit den neunziger Jahren ist er wieder auf dem internationalen Markt. Die Eierlöffel sind aus Horn oder Keramik, wichtig für die Geschmacksintensität.

Gastronomie-Porzellan

Seit 1946 wird vom italienischen Produzenten Tognana robustes Gastronomie-Porzellan hergestellt. Tognana zählt zu den herausragendsten Produzenten. Das Porzellan zeichnet sich nicht nur durch gastronomietaugliche Härte, sondern auch durch eine besonders schnittfeste Glasur aus. Das Geschirr ist besonders kantenfest. Welch eine Freude, in ihm zum Beispiel Daggis Pasta mit Shrimps zu genießen.

Ist es ein Bild von Miro, ein Traum von Dali, ein Vision von Tavenier oder ein Gedicht von Zola?

Markgräfler Lieblingsgeschirr

Von meinem Markgräfler Lieblingsgeschirr ist nicht mehr viel übrig geblieben. Eine Teekanne und das Stövchen, eine Tasse und eine Untertasse, drei Kuchenteller und vier Essteller. Ich nehme das Geschirr immer dann, wenn ich ein ein rustikales Essen im sehr kleinen Kreis mache. Das Geschirr hat der Kandertäler Töpfer Hans-Peter Dünow entworfen, gestaltet und getöpfert. Anfang der achtziger Jahre hatte er im besetzten Haus neben Möbel Becker in Lörrach sein Verkaufsgeschäft. Der Eindruck PD erinnert an eine Zeit, als das Träumen noch geholfen hat - aber hilft es nicht immer?

Schüsseln der Basler Töpferin

Hier sind die Schüsseln der Basler Töpferin. Wer sie sucht, wird sie in der Nähe vom einstigen Geno-Druck finden. Dort setzten wir in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts etliche Ausgaben der ZITTIG, debattierten über die Gründung einer Gesundheitskasse und andere Reformen des Sozialstaates. Die Töpferin entwarf auch ein Geschirr für die legendäre Basler Luftfahrtgesellschaft Crossair des Züricher Haudegens Moritz Suter. Wer nach ihren Entwürfen im Museum of Contemporary Art in Sydney oder im Gestaltmuseum in Basel sucht, wird nicht fündig. Lasst uns weiter graben, nach den Entwürfen für das neue Zeitalter, lasst uns in die Lüfte schwingen das Gefährt, auf dass die Sonne nicht unsere Schwingen verbrennt.

Basler Töpferwaren

Im Vordergrund einige Basler Töpferwaren aus der blauen Phase der Töpferin. Im Hintergrund unsere Frisante-Gläser, die vom italienischen Glasspezialisten Bormioli zusammen mit dem Verband der italienischen Sommelliers entworfen wurden. Der Frisante vom Mandurianer Winzer Soloperto schmeckt aus ihnen noch einmal eine Spur prickeliger.

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