Olivenernte 2003
Wir haben am Sonntag, den 9. November und am Montag, den 10. November bei strahlendem Sonnenschein unsere wenigen Oliven geerntet. Wieder haben uns die Nachbarn Christine und Siegfried geholfen.
Leider ist dieses Jahr der Ertrag minimal. Der Schnitt dieses Jahr hat die Ernte drastisch reduziert. 110 Kg konnten wir am Montagabend in der Mühle in Avetrana abliefern. Die Schutzmanschetten um die Baumstämme haben dieses Jahr verhindert, dass die gefürchtete Olivenfliege sich in den Oliven breit macht. Im Laufe des Sommers haben die Oliven nicht alle gleichmäßig Wasser bekommen, da die Bewässerungsanlage Mängel hatte. Der Herbst war sehr feucht, es hat viel geregnet und dazu beigetragen, dass etliche Oliven am Baum verfaulten - etwas, was wir letztes Jahr gar nicht hatten.
Wir haben folgende drei Sorten:
- Nociara
- Leccina
- Oliva Dolce
Die Zuschüsse für letztes Jahr von der EU haben wir noch nicht erhalten - so kann ich über die Höhe noch nichts berichten.
Die große Überraschung nach dieser enttäuschend geringen Ernte war - neben der Bereitschaft von Da Padova, unsere Miniernte im biologischen Verfahren zu pressen - die hohe Qualität unseres Öls: mit 0,4 Grad haben wir ein Spitzenöl - Extra Vergine. Dies lässt uns die geringe Menge von 13 Litern mit einem lachenden Auge verzeihen. Degustiert mit einem noch warmen Brot von Christine aus dem Pizzaofen des Nachbarn - ein apulischer Genuss der Spitzenklasse.
Dieter Emil Baumert
2003-10-19
Das Consorzio Nazionale Degli Olivicoltori, Consorzio Salentino in der Via Fiume 4, Scala D, 74100 Taranto hat uns mit dem Datum vom 9.12.2003 einen Assegno Bancario geschickt:
Imp. Amm. 63,69 €
Quota Ass.12,92 €
Spesa Postali 2,58 €
Auszahlungsbetrag 48,19 €.
Dieter Emil Baumert
2003-12-21

Pausa. Februar 2004
Olivenernte 2004

Das Photo - eine Reminiszenz an das wunderbare Extra Vergine Öl vom letzten Jahr. Doch welch einfaches (Lampen?)-Öl dieses Jahr. Doch lass uns das Lampenöl nicht gering reden, es ist das Öl der christlichen Bibel und der
Ölbaum der Bibel ist der Olivenbaum des Mittelmeeres.
Auch dieses Jahr war es für die Olivenbäume hier am Meer ein schwieriges Jahr. Zuviel Regen zur falschen Zeit. Während die großen alten Bäume im Landesinnere prächtige Früchte tragen, hat das Klima den kleinen Bäumen am Meer geschadet. Jetzt verstehe ich, warum ein Bauer in der Nachbarschaft vor zwei Jahren sagte, dass er wunderbares Öl von Olivenbäumen im Landesinnere habe. Verächtlich sprach er von dem Öl der Oliven am Meer. Leicht gekränkt nahm ich es zur Kenntnis - wir hatten schließlich gerade einen Olivenhain am Meer gekauft.

Unseren Oliven wurde dieses Jahr von zwei Viechern zugesetzt: Am Stamm krochen die Olivenkäfer hoch. Die konnten wir zum Glück mittels eines Kunststoffvlies aufhalten. Doch die gemeine Olivenfliege hat fast alle Oliven befallen. Überall sind ihre Einstiche zu sehen, innen ist die Olive angefault.

Durch den vielen Regen verfaulten viele Oliven noch am Baum und fielen faul ab.

So war es dieses Jahr keine große Freude zu ernten und der Ertrag war lausig. Zwei Tage Arbeit mit vier Menschen ergaben gerade mal 90 Kilogramm Oliven.

Nachbarin Christine bei der Olivenernte

Rosa bei der Olivenernte: "Wir haben es bald geschafft." Nach vier Tagen Wartezeit wird unser Öl endlich gepresst. Zu viel Oliven wurden die Wochen angeliefert. Dagmar meint, dass unsere Oliven noch am besten aussahen. Seltsam viel Öl - 23 Liter - bekommen wir am Dienstag, den 11. November 2004 vom Ölmüller zurück. Bei den beschriebenen 1,6 Grad hat er freundlich dazu beigetragen, dass wir unser eigenes Öl mitnehmen dürfen. Bei höhergradigem Öl darf der Olivenbauer das Öl nicht mitnehmen - es wandert in die Raffinerie.
Nächste Woche werden wir, wie die meisten Bauern hier, die restlichen Oliven vom Boden auffegen, sie grob vom Dreck reinigen und sie der Ölmühle verkaufen.
Dieter Emil Baumert 2004-11-23
Nach der Olivenernte 2005
Geringe Ausbeute

